Samstag, 16. Februar 2008

Alazars Beobachtungen

Erfolg verführt.
Ehrgeiz verblendet.
Eitelkeit vernichtet.
Erkenntnis kann die Hölle sein!


Über den Toten am Kreuz und die Lockung der Macht
Gott kann euch nicht hören..


Mit dem toten Mann am Kreuz wird womöglich unterschwellig und entgegen den oberflächlichen theologischen Erklärungen etwas ganz anderes symbolisiert. Nämlich: Jesus ist tot, wir haben ihn besiegt. - Religionsphänomenologisch wäre das Kruzifix demnach vergleichbar den barbarischen Ritualen archaischer Kriegsvölker, welche die Köpfe bzw. Skalps ihrer hingerichteten Gegner triumphierend vor sich hertragen. Besonders drastisch veranschaulicht würde diese katholische Dauer-Todesanzeige für Jesus, den Christus, durch das Handkruzifix des Papstes, an dem er den furchtbar gekrümmten Körper des sterbenden Jesus demonstrativ vor sich herträgt.

Wer es so sehen möchte, der erkennt darin eine tiefere Botschaft, die im Gegensatz zur oberflächlich verkündeten Botschaft eines angeblichen Sühneleidens steht: Die Kirche wäre demnach die Gegenspielerin von Jesus. Und sie bedient sich nur seines Namens, um ihr eigentliches Wesen zu verbergen. Es wäre ähnlich, wie es der große russische Literat Fjodor Dostojewski (1821-1881) in seinem Werk ”Die Brüder Karamasov” darlegte, als der Kirchenmann, der Großinquisitor, gegenüber dem wieder gekommenen Jesus erklärte: ”Wir haben deine Tat verbessert.” Und während Jesus nicht vor dem Versucher niederfiel, hat es die Kirche getan und dafür von dem Versucher als Belohnung die irdische Macht erhalten. ”Wir sind schon seit langer Zeit nicht mehr mit dir im Bunde”, so der Großinquisitor, ”sondern mit ihm, schon acht Jahrhunderte lang. Acht Jahrhunderte ist es her, dass wir von ihm das annahmen, was du unwillig zurückwiesest: Wir haben von ihm Rom empfangen und das Schwert des Kaisers und haben uns selbst als die Herren der Erde, als ihre einzigen Herren erklärt.” Und so hat es auch die Kirche zu ihrem ”unfehlbaren” Lehrsatz gemacht, dass sich jeder Mensch und ”alle Völker” dem Stuhl Petri, dem Papst unterwerfen müsse.

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Ich über mich


Namasté, werter Leser, werte Leserin.

Nomen est Omen. Deshalb habe ich mich hier in diesem Blog Leon Grace genannt.
Dieser Name beruht auf einem Charakter in einem chat- und damit textbasiertem Rollenspiel, das ich momentan spiele. Leon Grace' Geschichte ist kompliziert, schön und tragisch zugleich. Er ist eine starke und doch sehr sensible Persönlichkeit. Als Engel entschied er sich auf die Erde zukommen, die Menschen zuschauen. Das letzte, was er spürte, war der Fall. Jahrhunderte verbrachte er als "Casanova" unter den Menschen, immer auf der Suche nach der vollkommenen Schönheit, die Gott seiner Schöpfung gab.

2006 lebt er in Los Angeles. Hier trifft er auf einen jungen Mann, der fortan sein Gefährte ist. Durch ihn findet Leon wieder ein Stück seiner selbst und ein Stück damit zu Gott.
Trotz der Tatsache, dass er einst ein Engel war, dann verloren ging und nun wieder auf dem Weg zurück zu Gott ist, ist er ein Suchender unter uns. Deshalb, weil ich ihn kenne, weil er mein Charakter ist, meine Spielfigur und ich mich selbst am besten kenne, habe ich seinen Namen in diesem Blog gewählt.
Der Mann auf dem Avartar ist ein französisches Model namens Sebastian Large. Er gibt meinem Leon ein Aussehen, denn genauso sieht mein Engel aus, den ich dort spiele.

Dies sind meine Aufzeichnungen. Auf der Suche nach Gott, auf der Suche nach der Ewigkeit.

Meister Omraam sagte einmal: "Du kannst Gott nicht suchen, du kannst ihn nur finden."

Doch der Weg zu Gott führt über die Selbsterkenntnis